Der heikle Vorgang des Beizens

Teure Produktionsanlagen wie Kraftwerke, Ölraffinerien und Chemieanlagen müssen instand gehalten werden. Dazu gehört die Entfernung von Korrosion, Zunder und Oxiden von Anlagen und Equipment in anspruchsvollen Umgebungen.

Beizen ist eine Oberflächenbehandlung, die in zahlreichen Produktionsprozessen als Vorbereitungsschritt für nachfolgende Behandlungen durchgeführt wird. Der Beizprozess, bei dem häufig starke Säuren zum Einsatz kommen, birgt dabei Risiken für Oberflächen, Anwender und die Umwelt.

Deshalb bietet BONDERITE eine komplette Palette an Beizlösungen und Inhibitoren, die diese Risiken minimieren.

Ein detaillierterer Blick auf das Beizen und Inhibieren

Das Beizen ist eine Oberflächenbehandlung, bei der ein korrodiertes Metallsubstrat mit einer Beizlösung, in der Regel flüssig oder gelförmig, behandelt wird. Dies kann im Tauch-, Sprüh- oder Kreislaufverfahren (CIP) geschehen. Beizprodukte sind häufig sauer, in einigen Fällen neutral. Ihre Aufgabe besteht in der Entfernung von Oxiden, Korrosion, Flugrost, Schweißverfärbungen und Zunder von Metalloberflächen. Die Verunreinigungen werden dabei abgeätzt, sodass sie sich beispielsweise nicht negativ auf die Lackhaftung auswirken können.

Nach dem Spülen mit Wasser muss das aktivierte Metall entweder passiviert (z. B. bei Aluminium oder Edelstahl) oder beschichtet werden, um es vor erneuter Korrosion zu schützen. Dieser Beizschritt ist zwar zur Entfernung aller Verunreinigungen unvermeidlich, muss jedoch kontrolliert durchgeführt werden, um zu verhindern, dass das Basismetall durch die Säure angegriffen und dadurch geschwächt wird. BONDERITE Beizlösungen enthalten geeignete Inhibitoren, die sicherstellen, dass der Beizprozess kontrolliert abläuft. Unsere Inhibitoren reduzieren nicht nur den Metallverlust, sondern auch den Säureverbrauch und die Wasserstoffentwicklung (in Form von Blasen beim Beizen), was die Badstandzeit verlängert.

Inhibitoren reduzieren den Säureangriff und die durch Wasserstoffabsorption verursachte Versprödung. BONDERITE Inhibitoren sind auch als einzelnes Produktadditiv erhältlich und können Basis-Beizflüssigkeiten wie Schwefel-, Salz- und Phosphorsäure zugesetzt werden. Die Verwendung von BONDERITE Inhibitoren hat vernachlässigbare Auswirkungen auf die Beizdauer und behindert oder reduziert die Entfernung von Verunreinigungen nicht.

Vorteile der BONDERITE Beizprodukte und Inhibitoren

  • Hohe Beizleistung
  • Geringe Toxizität                                                                       
  • Frei von Alkylphenolethoxylaten (APEs)
  • Überragende Eigenschaften hinsichtlich des Gesundheits- und Arbeitsschutzes
  • Anwendbar auf einer Vielzahl unterschiedlicher Metallsubstrate
  • Kontrolliertes Beizen
  • Verbesserte Oberflächenqualität und Optik
  • Keine Reduzierung der Anlagengeschwindigkeit
  • Reduzierung von Dämpfen
  • Weniger Beizbast, Lochfraß und Anlauffarben
  • Besserer Schutz der Anlagen und Equipment
  • Reduzierte Versprödung durch Wasserstoff
  • Verbesserte Nachhaltigkeit    

Spezifische Vorteile von BONDERITE Inhibitoren:                                  

  • Einsatz bei den meisten Metallen möglich
  • Reduzierung von Metallverlusten
  • Reduzierte Schlammbildung
  • Weniger Eisenablagerungen und verbrauchte Säure
  • Reduzierung des Säureverbrauchs
  • Geringere Wasserstoffentwicklung
  • Längere Badstandzeit                  
  • Keine Gefahr des Überbeizens
  • Ausgezeichnete Löslichkeit in Konzentraten

Das BONDERITE Portfolio zum Beizen und Inhibieren

Beizprodukte:

  • Saure Beizflüssigkeiten für Kreislauf-, Sprüh- oder Tauchverfahren                                      
  • Saure Beizflüssigkeiten für eine Vielzahl von Substraten, wie z. B. Stahl, Eisen, Kupfer, Aluminium, Messing
  • Schnell wirkende saure Beizflüssigkeiten                                                                                  
  • Saure Gelreiniger
  • Neutrale Beizflüssigkeiten
  • Lösungen für Batch- und Kontibeizen

Inhibitoren:                                                                                                                      

  • Pulverförmige und flüssige Inhibitoren
  • Inhibitoren speziell für Schwefel-, Phosphor- oder Salzsäure
  • Inhibitoren für Hochtemperaturanwendungen
  • Inhibitoren für verzinkte Oberflächen
  • Inhibitoren für die Reinigung von Industrieanlagen
  • Inhibitoren für Kraftwerkskessel und Pipelines (Entkalkung)                                      
  • Inhibitoren für allgemeine Anwendungen                                                                             
  • Inhibitoren mit minimierten Gesundheits- und Arbeitsschutzsrisiken

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Beizen und Nachhaltigkeit

Da für das Beizen häufig stark säurehaltige Produkte zum Einsatz kommen, bestehen Risiken für die Anwender und die Umwelt. Unsere schwefel- und phosphorsäurebasierten Beizlösungen können in vielen Fällen hochkorrosive salzsäurebasierte Beizsysteme ersetzen. Und unser neutrales Ätzmittel ermöglicht eine weitere Risikominimierung.

Unsere Inhibitoren senken das Risiko, indem sie die Entwicklung von Dämpfen und den Metallverlust sowie den Säureverbrauch und damit auch das Abwasservolumen minimieren. Wir konnten die Menge an Abwässern, die eine Abfall- bzw. Schlammentsorgung erfordern, drastisch reduzieren. Weiterhin sind unsere innovativen Lösungen frei von Stickoxidemissionen und Nitrateinträgen ins Abwasser.